Geschichte der Eisenhart-Schule

23. März 1884
Die Schuldeputation und der Magistrat beraten über das neu einzurichtende Schulhaus in der Nauener Kommunikation (spätere Kurfürstenstraße, zeitweise Straße der Jugend) als künftige Gemeindeschule III. Grund war die notwendige Entlastung der Gemeindeschulen II (bis 1883 Eisenhart´sche Freischule) und IV am Nauener Tor.

Herbst 1883
Der Bau begann.
Die Gemeindeschule III wurde auch als Eisenhartschule proklamiert.

1883-1884
Auf dem hinteren Teil des Geländes wurde aus dem Nachlass August Friedrich Eisenharts eine Mädchenschule als Freischule errichtet.

1. Oktober 1884
Der fertige Bau wurde übergeben.

7. Oktober 1884
Die Schule startete mit ihrem 1. Unterrichtstag und bestand aus 12 Klassen, 1 Amtszimmer und der Dienstwohnung des Hauptlehrers.
An der Schule arbeiteten Rektor Ludwig Teitge, 6 Lehrer, 4 Lehrerinnen und 2 Handarbeitslehrerinnen.

30. August 1897
Das 50-jährigen Bestehen der Eisenhart´schen Freischule wurde gefeiert.

Juni 1898
Es wurde ein Neubau auf dem vorderen Teil des Geländes genehmigt.

von 1899 bis 1900
Der Bau des Schulhauses erfolgte.

15. Februar 1900
Der Neubau wurde eingeweiht.Die Mädchen zogen in den Neubau um. In das hintere Gebäude zogen Jungen ein. Es erfolgte eine Trennung des Hofes zwischen den beiden Gebäuden durch einen Zaun, um die Kontaktaufnahme zwischen Jungen und Mädchen zu erschweren.

Dezember 1901
Rektor Teitge verstarb nach schwerer Krankheit.

1. April 1902 bis 1908
Rektor Günther übernahm die Schulleitung.

1908
Das Gebäude wurde weiter ausgebaut. Eine Wohnung für den Schuldiener entstand.

1. April 1908 bis 1931
Herr Wilhelm Kußmann wurde Rektor.

1912
Die Wohnung des Rektors und 4 Klassenräume erhielten Stromanschluss.

1914
Die Schule erhielt einen Telefonanschluss.

1916
Das Amtszimmer, das Lehrerzimmer, das Konferenzzimmer und 2 weitere Klassenräume erhielten Stromanschluss.

1931
Der „Übelstand“ an den Abortanlagen wurde beseitigt, da diese schon seit Jahren nicht mehr den hygienischen Mindestanforderungen entsprachen.

1. September 1931
Kurt Blum wurde Rektor. Mit ihm hielt nationalsozialistisches Gedankengut Einzug in die Schule.

Februar 1940
Der Keller wurde als Luftschutzkeller ausgebaut.
Rektor Kurt Blum trat in den Heeresdienst ein; Schulrat a.D. Meerkatz vertrat ihn im Rektoramt.

August 1944 bis 30.November 1950
Die Mädchenschule (Gemeindeschule III) musste in das Gebäude der  Gemeindeschule V in der Mauerstraße 45 (heutige Friedrich-Ebert-
Straße 17) umziehen, da die Schule als Infektionskrankenhaus eingerichtet wurde.

22. Mai 1945
Es begann der Unterricht für 400 Schüler und 8 Lehrer.
Wegen stark wachsender Schülerzahlen bestand bald die dringende Notwendigkeit, wieder in das alte Schulgebäude umzuziehen.

Oktober 1945
14 Lehrer, die Hälfte bereits Neulehrer

1946
Frau Elisabeth Plenz übernahm die Leitung der Schule.


3. Oktober 1946
Die Gemeindeschulen III und V wurden zur Schule für Mädchen (727 Schüler im Dezember 1946) zusammengefasst.

ab 1946
Schulleiterin Plenz bemühte sich um den Aufbau eines Fachlehrersystems.
FDJ und Pionierorganisation übernahmen die Freizeitgestaltung.

Juli 1948
Es existieren bereits 12 FDJ-Gruppen, darunter 7 Fördergruppen.

1949
Die Schule erhält den Charakter einer Fakultätsschule, das heißt, Studenten der Brandenburgischen Landeshochschule (ab 1951 Pädagogische Hochschule) Potsdam absolvieren dort ihre praktische Ausbildung.

Ende 1949 und 1950
Rund 790 Schülerinnen besuchten die Schule in 21 Grundschulklassen.

1. Oktober 1950
Das Seuchenkrankenhaus im Gebäude in der Straße der Jugend 51 wurde geräumt.

1. Dezember 1950
Neun Klassen verschiedener Jahrgangsstufenzogen in das Gebäude ein.
Im Keller wurden Essenräume eingerichtet. Ebenso wurden eine Aula und ein Pionierzimmer geschaffen.

1955
Frau Beierlein wurde Schulleiterin

1957
Direktor Zabel übernahm die Schulleitung.

Schuljahr 1958/59  
In der DDR wurde der polytechnische Unterricht eingeführt. Das heißt:
Klassen 1 – 4 Werkunterricht
Klassen 5 und 6 produktionsbezogener Werkunterricht
Klassen 7 – 12 Unterrichtstag in der sozialistischen Produktion und ab Klasse 9 jährlich 14 Tage Praktikum
Klassen 8 und 9 Technisches Zeichnen
Klassen 9 – 12 Einführung in die sozialistische Produktion in Industrie und Landwirtschaft
Verstärkte experimentelle Übungen in Physik, Biologie, Chemie
Einführung der 10-klassigen allgemeinbildenden Oberschule

Schuljahre 1959 bis 62 
Die beiden Schulgebäude Straße der Jugend 50 und 51 (Jungen- und Mädchenschule) wurden zu einer Schule als Oberschule 5 zusammengeschlossen.

Schuljahr 1962/63 
Erneut wurden die Schulen getrennt.
Frau Nortraud Krüger wurde Schulleiterin.
Das hintere Gebäude wurde Tagesschule. Im vorderen Gebäude blieben die Hauskinder.
Beide Schulen erhielten den Namen sowjetischer Pädagogen:
Die hintere Schule 5 erhielt den Namen „A.S.Makarenko“. Die vordere Schule wurde als Schule 24 „N.K.Krupskaja“ genannt.

1960er Jahre
Rekonstruktionsarbeiten wurden nötig (Maurer-, Beton-, Zimmerer-, Dachdecker-, Klempner- und Malerarbeiten).
Ein 2. Kabinett für den naturwissenschaftlichen Unterricht wurde errichtet.

1972
Die Instandsetzungsarbeiten und Erbauung einer Schulspeisungsbaracke für die Schulen 5 und 24 wurden abgeschlossen.

ab 1974
Die Baracke auf dem Gelände des Logenhauses wurde für den Unterricht der Jahrgangsstufen 1 und 2 sowie als Essenraum der Schulen 5 und 24) genutzt. Das Logenhaus in der Kurfürstenstraße 52 und das dahinter befindliche Gelände gehört der Mutterloge der Freimaurer.

Frühjahr 1976
Es erfolgte die Verleihung des Namens „Nadeshda-Krupskaja-Oberschule“.

bis 1980
Fachkabinette für Physik/Chemie; Geografie, Staatsbürgerkunde/Geschichte und Kunst/Musik wurden errichtet. 

1990
Planung der Zusammenlegung der Schulen 5 und 24 zur Gesamtschule

1991-93
Das hintere Gebäude wurde Gesamtschule.

1991
Die Schule 24 wurde Grundschule.

nach den Sommerferien 1992
Das hintere Gebäude wurde als Filiale des Helmholtz-Gymnasiums genutzt.

Februar 1992
wurde der Schulhof umgestaltet (Aufgraben des Asphalts, Verlegung von Rohren für Fernheizung).

1992
Die Aula, einige Fachräume und die oberen Etagen wurden aus Mitteln des Aufbau Ost renoviert.
Es begannen Überlegungen zur Änderung des Schulnamens.

1993
Die Schule erhielt den Namen „Eisenhart-Schule“.

1997
Der Schulhof wurde umgestaltet.

2000
Das Landesamt zur Regelung offener Vermögensfragen sprach das Gelände der Baracke wieder der Mutterloge der Freimaurer zu. Es wurde ein Vergleich erzielt, so dass die Stadt die Baracke für eine jährliche Miete von 42 600 DM weiter nutzen konnte.

10.Juli bis 15. Juli 2000
Mit einer Festwoche und einem Schulfest wurde das 100jährige Jubiläum der Schule gefeiert.

September 2000
Die Stadtverwaltung plant, die Baracke zu schließen und Teile der Eisenhart-Schule in der Filiale des Helmholtz-Gymnasiums unterzubringen. Dafür sollte das Helmholtz-Gymnasium die Alte Stadtschule als weitere Filiale nutzen.
Dies wurde durch starken Protest seitens des Helmholtz-Gymnasiums verhindert.

2004
Das alte Toilettengebäude auf dem Hof wurde umgebaut zum gemeinsamen Speiseraum der Eisenhart-Schule und des Helmholtz-Gymnasiums.

Januar bis Mai 2004
Es wurden Innentoiletten im Haupthaus der Eisenhart-Schule und der Filiale des Helmholtz-Gymnasiums errichtet.
 
August 2005
Der neue Speisesaal für die Eisenhart-Schule und das Helmholtz-Gymnasium wurde fertiggestellt.

November 2006
Eisenhart-Schule und Fröbelhort wandten sich an die Stadtverwaltung, da die Raumprobleme kurzfristig gelöst werden mussten.

Januar 2007
Die Stadtverwaltung plante, den Standort der Eisenhart-Schule in der Kurfürstenstraße zu schließen und diese ab 01. August 2007 in die Burgstraße zu verlegen, um sie später mit der Rosa-Luxemburg-Schule zu fusionieren.

Dies führte zu massiven Protesten der Eltern, die den Traditionsstandort in der Kurfürstenstraße erhalten wollten. Dazu führten sie Protestaktionen durch, sammelten Unterschriften, sprachen bei den Parteien der Stadtverordnetenversammlung und gemeinsam mit der Schulleiterin im Bildungsausschuss vor, so dass die Stadt im März Gesprächsbereitschaft signalisierte.

Die Stadtverordnetenversammlung beschloss Anfang März eine Variantenprüfung:

  • Ausbau und Sanierung des Standortes Burgstraße für die Verschmelzung der Eisenhart- und Rosa-Luxemburg-Schule und Sanierung des Gebäudes der Eisenhart-Schule in der Kurfürstenstraße für das Helmholtz-Gymnasium
  • Sanierung und Erweiterung des Campus Kurfürstenstraße mit Verbleib der Eisenhart-Schule am Traditionsstandort, inklusive Sanierung des Haupthauses des Helmholtz-Gymnasiums und eines Neubaus mit zeitweiliger Containerlösung zur Lösung der Raumprobleme sowie der Sanierung der Rosa-Luxemburg-Schule

17.04.2007
Der Oberbürgermeister informierte in einem Gespräch die Schulleiter der Eisenhart- und der Rosa-Luxemburg-Schule darüber, dass der Umzug der Eisenhart-Schule verschoben werde, da es keinen Umzug in ein unsaniertes Gebäude geben solle und schloss gleichzeitig eine Interimslösung in der Kurfürstenstraße aus.

Mai 2007
Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zum Umzug der Eisenhart-Schule verschiebt sich weiter vom Juni in den Herbst.
Den Schulkonferenzen wird vorgeschlagen, das Für und Wider der verschiedenen Varianten in einem Workshop zu erörtern.

22./23. Juni 2007
Workshop mit Vertretern der Stadtverwaltung, der Eisenhart-Schule, der Rosa-Luxemburg-Schule, der Horte und des Helmholtz-Gymnasiums zur Abwägung verschiedener Varianten bezüglich des Standortes der Eisenhart-Schule. Das Ergebnis fiel eindeutig zu Gunsten der Erhaltung des Standortes Kurfürstenstraße aus.
Stadtverwaltung nimmt unter dem Druck der Eltern die Pläne der Zusammenlegung der Schulen 24 und 19 zurück. Stattdessen werde dem Willen der Schulen und der Eltern gefolgt und der Campus an der Kurfürstenstraße bis 2015 für die Eisenhart-Schule und das Helmholtz-Gymnasium ausgebaut.
Beschlossen wurde auch, schnellstmöglich Container aufzustellen, um die Raumnot zu lösen und die alte Baracke nicht mehr für den Unterricht sowie Hortbetrieb in Doppelbelegung nutzen zu müssen. Angedacht wurden eine Fertigstellung des Containerbaus für Ende 2007 und der Abriss der Baracke.
Geprüft wurde nun auch die Finanzierung des Ausbaus des Campus Kurfürstenstraße als ÖPP-Projekt.

Oktober 2007
Beginn der Planungen für den Containerbau

Februar bis Juni 2008
Baumfällarbeiten, Gründungsarbeiten, Montage und Innenausbau der Containeranlage

29.Mai 2008
Besichtigung des Containerbaus durch den Oberbürgermeister Jann Jakobs
 
04. Juli 2008
Einweihung des Containerbaus für den Unterricht der Klassen 1und 2, den Kunstunterricht und den Hortbetrieb mit einem Schulhoffest bei dem gleichzeitig die Ergebnisse der Projektwoche im Rahmen der Teilnahme an der Internationalen Schacholympiade vorgestellt wurden. Da wir als Partnerland das Land Rumänien erhielten, beschäftigten wir uns eine Woche lang mit diesem Land.
Der Containerbau kostete 850 000 € und sollte als Provisorium für 6Jahre genutzt werden.

2010
Es begannen die Raumplanungen für den Campus Kurfürstenstraße durch die Schulen und den Hort in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Immobilienservice, der Stadtverwaltung, dem Jugendamt und dem Architekturbüro Focke.

Viele Treffen fanden statt, um ein Ausweichquartier für die Eisenhart-Schule während der Bauarbeiten zu finden. Es wurden verschiedene Möglichkeiten diskutiert und geprüft (Containerlösungen an verschiedenen Standorten, vorübergehender Umzug in die Burgstraße oder an eine leerstehende Schule im Stadtteil Schlaatz, Nutzung des Treffpunkt Freizeit).

02. Juni 2010
Die Stadtverwaltung und Kommunale Immobilienservice präsentieren die Möglichkeit, ein Gebäude in der Gutenbergstraße 67 als Übergangsstandort während der Bauarbeiten am Campus Kurfürstenstraße zu nutzen.

14. Juni 2010
Es erfolgte die erste Besichtigung des Objektes in der Gutenbergstraße 67.

bis Januar 2011
Das Gebäude wurde umgebaut und die Gebrauchsfähigkeit des Gebäudes in der Gutenbergstraße 67 für die Nutzung als Schule und Hort hergestellt. Dazu wurden auch Malerarbeiten in den Räumen durchgeführt, die umgebaut werden mussten.

19. Februar 2011
In einer Maleraktion mit Eltern wurden viele Klassenräume verschönert.

24. bis 26. Februar 2011
Es fand der Umzug der Eisenhart-Schule und des Fröbel-Hortes in das Übergangsobjekt in der Gutenbergstraße 67 statt.

März 2011 bis Juni 2012
Das Haupthaus der Eisenhart-Schule wird umfangreich saniert.

Schuljahresbeginn 2012/13
Das Helmholtz-Gymnasium zieht in das sanierte Gebäude der Eisenhart-Schule ein.
Der Neubau für das Helmholtz-Gymnasium wird errichtet und gleichzeitig das Traditionsgebäude des Gymnasiums saniert.

November 2014
Eröffnung des Neubaus des Helmholtz-Gymnasiums auf dem Gelände unserer ehemaligen Baracke

Januar 2015 bis Sommer 2016
Sanierung und Renovierung der ehemaligen Filiale des Helmholtz-Gymnasiums als zweites Haus für die Eisenhart-Schule und den Fröbelhort Sonnenschein soie des Speiseraums

Sommer 2016
Auszug des Helmholtz-Gymnasiums aus dem Haupthaus der Eisenhart-Schule in das Haupthaus des Helmholtz-Gymnasiums sowie Abtransport der Containeranlage und Beginn der Arbeiten am Außengelände zwischen der Turnhalle und dem hinteren Schulgebäude
Durchführung kleinerer Renovierungsarbeiten in unserem Haupthaus

August 2016
Es erfolgt der Rückzug der Eisenhart-Schule an ihren Traditionsstandort in der Kurfürstenstraße.